Gebäude, Räume & Ausstattung

Je nach Beeinträchtigungsform ist der Bedarf an Barrierefreiheit in Bezug auf Gebäude oder Räume unterschiedlich. Die rund 70 Standorte der Universität Wien sind ebenfalls sehr vielfältig; z.B. auf Grund ihres Gebäudealters.

Diese Seite stellt eine Sammlung einiger Barrierefreiheitsaspekte dar und listet bestimmte Angebote geordnet nach Standorten auf. Die Sammlung wird ständig ergänzt und stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Zuständigkeit

Raum- und Ressourcenmanagement (RRM)

Für räumlich-bauliche Barrierefreiheitsmaßnahmen und Ausstattung innerhalb der Universität ist das RRM zuständig. Dies betrifft z.B.

  • Rampen, stufenlose Zugänge
  • automatische Türöffner
  • Aufzüge und Treppenlifte
  • WC-Anlagen
  • taktile und visuelle Leitsysteme
  • Beleuchtung, Akustik
  • Möblierung
  • etc.

Mängel oder Anregungen können direkt dem RRM gemeldet werden. Wird das Team Barrierefrei kontaktiert, leitet es die Nachricht an das RRM weiter.

Rauminformationen

Piktogramm Haus

Informationen zur Beschaffenheit von Räumen findet man über die Rauminformationen. Über verschiedene Suchfelder können so wichtige Details zur Barrierefreiheit bezogen werden, z.B.: zur Raumgröße, ob der Raum rollstuhltauglich ist, Induktionsschleifen vorhanden sind, u:stream genutzt werden kann usw.

Die Daten werden laufend ergänzt, weshalb Informationen, welche die Barrierefreiheit betreffen, gerne dem Team Barrierefrei gemeldet werden können.

Größtenteils stufenlos zugängliche Gebäude

  • Hauptgebäude

1010 Wien, Universitätsring 1
Ausnahme: einige nicht-öffentliche Bereiche (Büros).
Empfohlene Eingänge: Seiteneingänge (Universitätsstraße, Reichsratsstraße)

  • Neues Institutsgebäude (NIG)

1010 Wien, Universitätsstraße 7
Stufenloser Eingang: Liebiggasse

  • Juridicum

1010 Wien, Schottenbastei 10-16

  • Fakultät für Psychologie

1010 Wien, Liebiggasse 5

  • Oskar-Morgenstern-Platz 1 (OMP1)

1090 Wien, Oskar-Morgenstern-Platz 1

  • Universitätszentrum Althanstraße I und II (UZA I und II)

1090 Wien, Althanstraße 14
Empfohlener Eingang: Rotunde (Nordbergbrücke)

  • Institute für Bildungswissenschaft, Sprachwissenschaft, Vergleichende Literaturwissenschaft

1090 Wien, Sensengasse 3a
Stufenloser Eingang: Gebäuderückseite (zum Park/Sportplatz gewandt), erreichbar auch über Sensengasse (rechts am Gebäude vorbei)

  • Fakultät für Informatik, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

1090 Wien, Währingerstraße 29

Gebäudepläne

Raumtausch bei Unzugänglichkeit

Ist ein Raum nicht stufenlos zugänglich, kann um ein Raumtausch angesucht werden. Je nachdem, in welchem Rahmen der Raum benötigt wird, sind unterschiedliche Stellen zuständig.


Schlüssel für Lifte und WCs

Eurokey

Die meisten Treppenlifte, mache Aufzüge (z.B. für Prioritätsfahrten oder in bestimmte Etagen) und rollstuhlgerechten WCs sind mit dem so genannten eurokey zugänglich. Er wird auch in anderen öffentlichen Gebäuden in Österreich und der Europäischen Union verwendet.

Sie erhalten den eurokey

Standorteigene Schlüssel

An manchen - meist: kleineren - Standorten werden für WCs oder Aufzüge eigene Schlüssel verwendet. Bitte fragen Sie im entsprechenden Sekretariat, Büro oder einer Portiersloge nach.

 

Juridicum

Die Fakultät für Rechtswissenschaften möchte rollstuhlnutzenden Personen am Juricidum (Schottenbastei 10-16) die Benutzung sauberer WCs ermöglichen. Bestimmte WCs können daher nur mit einem fakultätseigenen Schlüssel aufgesperrt werden. Der Portier ist informiert und stellt gerne den Kontakt zum schlüsselverwaltenden Kollegen her.
Den Schlüssel gibt es für Studierende, die ihn benötigen, für die gesamte Dauer ihrer Studienzeit.


Liftanlagen

Die meisten Liftanlagen an der Universität Wien verfügen über akustische und/oder visuelle Informationsausgaben sowie Tasten mit Braillebeschriftung.

 

Liftbeschilderungen (Leitsystem)

Lifte sind mit einem eigenen visuellen Leitsystem für stufenlose Wege ausgestattet. Die hier einsehbaren Beschilderungen haben folgende Logik:

  • Die große Stiegennummer (oranger Hintergrund) kombiniert mit dem Liftsymbol im oberen Bereich bedeutet: "Dieser Lift heißt: Lift bei der Stiege [Zahl]"
  • Die in hellblauen Vierecken mit abgerundeten Ecken hinterlegten Zahlen oder Buchstaben geben die mit dem Lift befahrbaren Stockerwerke an. Ist ein Schlüsselsymbol daneben, kann das Stockwerk nur mit einem Schlüssel (meist: eurokey) gewählt werden.
  • Bei Stockwerken sind in Worten bestimmte Orte (z.B. Festsäle) oder mit Nummern in Kreisen Hörsäle etc. verzeichnet. Die Symbolkombination [Person im Rollstuhl] [Pfeil] [Stiegennumer/n] bei einem Stockwerk bedeutet: "Wenn Sie aus diesem Lift in Stockwerk A aussteigen, erreichen Sie vom Lift aus stufenlos die Stiege/n X(, Y und Z)". Dieses System nutzt Stiegen als allgemeine und beschilderte Orientierungspunkte. Es geht davon aus, dass Sie sich auf allgemeinen Übersichtsplänen bereits eine Stiegennummer als nächstgelegenen Orientierungspunkt für Ihr Ziel eingeprägt hatten.
    • Beispiel: Sie wissen, dass Sie zu einem Büro müssen, welches neben der Stiege 12 im ersten Stock liegt. Sie merken Sich also "Stiege 12", obwohl Sie keine Stiege benutzen werden. Sie fahren nun mit einem Lift in den ersten Stock, in welchem Sie auf dem Schild erkennen, dass Sie im ersten Stock stufenlos zur Stiege 12 gelangen können.
    • Sie können die Lagepläne und Liftbeschilderungen in Kombination verwenden, um ihre Wege im Vorfeld zu planen.

 Evakuierungslifte

Manche Lifte sind Evakuierungslifte, die entgegen ihrer Kennzeichnung (Piktogramm "Im Brandfall nicht benutzen") im Brandfall von Personen zur Evakuierung verwendet werden können, die keine Stiegen benutzen können. Nähere Auskünfte bei der Brandschutzkoordination (RRM) oder lokalen Brandschutzbeauftragten.


Taktiles Blindenleitsystem

Folgende Universitäts-Standorte sind mit einem eigenen taktilen Bodenleitsystem ausgestattet, das an der Universität Wien entwickelt wurde:

  • Hauptgebäude (Universitätsring 1)
  • Neues Institutsgebäude (NIG, Universitätsstraße 7): Erdgeschoss
  • Juridicum (Schottenbastei 10-16): Erdgeschoss, 1. Untergeschoss
  • Oskar-Morgenstern-Platz 1 (OMP, Fakultäten für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften)
  • Währinger Straße 29 (Fakultät für Informatik; Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft)

Die Leitlinien sind entweder aufgeklebt oder eingefräst.

 

Bedeutung der Streifenanzahl

Das System ist grundsätzlich intuitiv zugänglich. Über die Art, Anordnung und Anzahl der Streifen sind zusätzliche Informationen kodiert.

  • Das System verfügt über max. 7 parallel angebrachte Streifen, die je 3cm breit sind und in 3cm-Abständen angebracht sind.
  • Den 7 Streifen sind Nummern in folgender Reihenfolge (von links nach rechts) zugeordnet: 6-1-2-3-4-5-7. Als Orientierung dient dazu die rechte Hand. Wenn Sie diese in Gehrichtung mit dem Handrücken  nach  oben  halten,  bilden  die  5  Finger  von  Daumen  zu  kleinem  Finger  die  für  Sie  wichtigsten, mittleren Streifen 1-5 ab.
  • Mittels dieser fünf Streifen sind die Hauptwege verkodiert.
  • Alle  sieben  Streifen,  also  die  mittleren  Streifen  1-5  sowie  Streifen  6  (ganz  links)  und  Streifen  7  (ganz rechts) finden Sie nur in ‚Aufmerksamkeitsfeldern‘ quer vor Stufenauf- oder -abgängen bzw. Türen. 
  • Zusätzlich  dazu  sind  an  Knotenpunkten  oder  Kreuzungen  3  Streifen  parallel  in  einem  Quadrat  angebracht,  welche  ‚Kreuzungen‘  markieren.  Offene  Seiten  des  Quadrates  zeigen  Ihnen  an,  dass Sie in diese Richtung zu keinem der unten verkodierten Ziele kommen.
  • Neben   den   bereits   erwähnten   Aufmerksamkeitsfeldern   mit   7   Querstreifen   gibt   es   noch   Kodierungen für Wege. Diese Streifen sind parallel zur Gehrichtung angebracht:
    • Leitlinie Rundgang (2-4): Der Rundgang im Gebäude ist mittels der Streifen 2 und 4 gekennzeichnet. Zwischen den Streifen befindet sich ein 9cm breiter Freiraum.
    • Zubringer Hörsaal (1-3-5): Zugänge zu Hörsälen sind mit den Streifen 1-3-5 (Daumen-Mittelfinger-kleiner Finger) gekennzeichnet. Dazwischen befinden sich jeweils 9cm breite Freiräume.
    • Zubringer Institut (2-3-4): Die mittleren drei Streifen zeigen an, dass Sie sich in Richtung eines Instituts bewegen.
    • Zubringer Verwaltungseinrichtung, Bankomat, Café etc. (1-5): Zwischen den äußeren Streifen 1 und 5 befindet sich ein 21cm breiter Freiraum.
    • Zubringer Festsaal, Bibliothek (2 Streifen, 3cm Abstand): Zwei nebeneinander liegende Streifen im Abstand von 3cm bringen Sie zu einem Festsaal oder einer Bibliothek.
    • Zubringer WC (2 Streifen, kein Abstand): Zwei direkt nebeneinander liegende Streifen leiten Sie zu einer Toilettanlage.

 

Anschluss an externe taktile Leitsysteme

Die Leitlinien der Universität Wien sind an folgenden Punkten an externe Leitlinien angeschlossen:

  • Hauptgebäude (Universitätsring 1): Am "rechten Seiteneingang" beginnen gegossene Leitlinien der Stadt Wien, die über den Gehsteig führen, einen kombinierten Rad-Fuß-Weg und (untertags meist nicht benutzte) Straßenbahnschienen kreuzen, bevor sie den Stiegen- und Rolltreppenabgang der Station Schottentor erreichen. Dort gehen sie in die Leitlinien der Wiener Linien über.

"Behindertenparkplätze"

"Behindertenparkplätze" auf öffentlichen Flächen der Stadt Wien befinden sich bei Standorten der Universität Wien an folgenden Adressen:

  • Hauptgebäude: Universitätsring 1, unmittelbar vor dem Hauptportal
  • Juridicum: Heßgasse 5 und Hohenstauffengasse 15
  • Kinderbüro der Universität Wien: Lammgasse 8
  • Campus: Spitalgasse 2 (gegenüber Spitalgasse 13) und Garnisongasse 13
    • zusätzlich: jeweils zwei campuseigene Parkplätze in Hof 4 und 10. Zufahrt über Tor mit Portiersloge (Spitalgasse 2)
  • Zentrum für Translationswissenschaften: Gymnasiumstraße 50
  • Fakultäten für Chema und Physik: Strudlhofgasse 4
  • UZA: Althanstraße 39-45